Kampf gegen Schwarzarbeit – 80 Verstöße bei 175 Lkw-Kontrollen auf der A3

JBM - Dutzende Fälle von Schwarzarbeit, illegaler Beschäftigung und Mindestlohn-Unterschreitung bei Stichproben-Kontrollen des Zollamts Düsseldorf auf dem Gelände der in Solingen gelegenen Rastanlage Ohligser Heide (A3) aufgedeckt.

Dabei stehen die Erwischten meist aber nur am unteren Ende der Hierarchie im Speditionsgewerbe. So soll es nach weiteren Angaben des Zollamtes allein in 21 Fällen zu Verstößen gegen das Mindestlohngesetz gegeben sowie drei scheinselbständige Lkw-Fahrer ertappt worden sein.

Die Kontrollen an der A 3 waren Teil einer bundesweiten Aktion, mit der die Beamten schwarzen Schafen in der Transport- und Logistikbranche das Handwerk legen wollten.

Die A3 gilt als eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Europa - in Höhe Solingen täglich von tausenden Schwertransportern sowie kleineren Lkw genutzt.

Insgesamt war der Zoll in Solingen und Wuppertal mit 33 Beamten im Einsatz. Dazu kamen überdies zehn Kräfte der Polizei sowie des Bundesamtes für Güterverkehr.

Die Fälle werden nun in den nächsten Wochen einzeln ausgewertet. Dabei kommt auf die Beamten jede Menge Arbeit zu. Denn neben den erwähnten Verstößen gegen den Mindestlohn und den Fällen der Scheinselbstständigkeit registrierte der Zoll überdies 31 mögliche Leistungsmissbräuche, Vorenthalten von Beiträgen zur Sozialversicherung in 27 Fällen sowie drei Fahrer, die für die Bundesrepublik keine Arbeitserlaubnis besaßen.

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben