In Hundefutter gehört kein Kokain – Zoll-Hund ´Cleo´ klärt auf

JBM - Eine aus den Niederlanden einreisende Tschechin wurde beim Kokain-Schmuggel erwischt und verhaftet.

Man muss sich eigentlich nicht wundern, dass Mitarbeiter vom Zoll misstrauisch werden, wenn eine aus den Niederlanden einreisende Person  - während einer Routinekontrolle  - als Reise-Grund  „Ich wollte nur Hundefutter kaufen“ zu hören bekommen.

Zöllnern nun aber auch noch klar zu machen, wie man 15 Kilo Hundefutter günstiger aus den Niederlanden nach Deutschland einführen kann, als es vor Ort zu kaufen, mag eine weitere Herausforderung sein.

Wenn es sich dann auch noch um ein in Tschechien zugelassenes Fahrzeug handelt, kann aus einem gesunden Misstrauen auch schon mal ein Verdacht werden, oder?

Spätestens aber dann, wenn man neben Zöllnern auch noch einen Zoll-Hund überlisten könnte, wäre das ein erfolgreicher Trick für jeden potentiellen Schmuggler.

Hierbei hatte die 41-jährige Autofahrerin aus Tschechin nämlich die Rechnung ohne ´Cleo´ gemacht. ´Cleo´ ist übrigens Zoll-Hund beim Duisburger Zoll und hat unter anderem  Kompetenz in Sachen Hundefutter - und eine ausgesprochen gute Nase für Drogen.

Zoll-Hund ´Cleo´- Bild: HZA-DU

Zoll-Hund ´Cleo´- Bild: HZA-DU

Während ein Zoll-Mitarbeiter die Handtasche der Dame im Auto öffnete, und in einem Glas mit Schraubverschluss magere drei Gramm ´Marihuana´- natürlich für den Eigenbedarf - fand, widmete sich ´Cleo´ völlig wichtigeren Dingen. Er interessierte sich vielmehr für das Hundefutter.

Der 15-Kilo-Sack wirkte nach außen zunächst nicht auffällig, aber ´Cleo´ war doch der Meinung, dass sich in dem Hundefutter Zusätze befinden, die dort nicht rein gehören - und äußerte sich entsprechend.

Volltreffer! In dem Hundefutter befand sich tatsächlich etwas, was dort normalerweise nichts zu suchen hatte: eine kleine Tüte mit 110 Gramm Kokain - zusätzlich mit Aluminium-Folie umhüllt.

"Ein wirklich guter, aber trotzdem gescheiterter Versuch, die Nase meines Hundes zu überlisten", so Hundeführer Beermann vom Hauptzollamt Duisburg.

Die mutmaßliche Drogenschmugglerin wurde vorläufig festgenommen - die weiteren Ermittlungen übernimmt nun das Zollfahndungsamt in Essen.

Fazit: Misstrauen ist nicht immer gut - Kontrolle oft besser.


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