Auf den Zahn gefühlt – 3,6 Kilo Heroin in Zahnmeißeln

JBM - Drogenkuriere werden immer erfinderischer! Mitarbeiter des Hauptzollamts Frankfurt/Main stellten bei der Routinekontrolle einer Frachtsendung aus Pakistan  3,6 kg Heroin - mit einem Schwarzmarktwert von rund 150.000 Euro - sicher.

Die mehr als 50 Kilo schwere Luftfrachtsendung war für eine Privatperson in den Niederlanden bestimmt. Beim genaueren Hinsehen fiel den Zöllnern auf dem Röntgenbild jedoch bei einem Teil der Sendung eine Unregelmäßigkeit auf.

Nach dem Öffnen konnten sie zunächst nur für den zahnmedizinischen Einsatz so genannte Drehmeißel bzw. Wurzelheber aus Edelstahl vorfinden. Sie Finden Einsatz zum typischen Zahnwurzelziehen in Zahnarztpraxen.

Obwohl sich nach außen hin zunächst nichts Verdächtiges zeigte, blieben die Beamten dennoch skeptisch und führten einen Drogen-Wischtest auf den medizinischen Geräten durch: Positiv!

Aus der Skepsis wurde also Gewissheit. Die zahnmedizinischen Instrumente wurden nun jeweils einzeln aufgebohrt - den Beamten rieselten beigefarbene Substanzen entgegen, die nach Essig rochen. Eine Analyse des Pulvers mit dem "First Defender" (flexible Sonde zur Identifizierung unbekannter Chemikalien) ergab, dass es sich um Heroin handelte.

"Heroin hat aufgrund der psychischen Wirkung mit das höchste Suchtpotenzial. Je höher der Reinheitsgehalt, desto höher ist auch die Gefahr einer tödlichen Überdosis. Es wird oft gestreckt mit harmlosen Substanzen wie Backpulver oder Milchpulver, aber auch mit dem gefährlichen Stoff Strychnin, welcher früher als Rattengift verwendet wurde", so die Pressesprecherin des Hauptzollamts Frankfurt am Main, Isabell Gillmann.

Im Jahr 2014 wurden beim Hauptzollamt Frankfurt am Main 51 Kilogramm Heroin beschlagnahmt.

Bild: ZFA-F

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